Deutscher Wald und seine Baumarten

Gibt es DIE "Deutsche Eiche"?

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Die häufigsten Baumarten in Deutschland

Von der Vielzahl der heimischen Baumarten hier einmal die am häufigsten in Deutschland vorkommenden Bäume.

Zunächst einmal gibt es zwei Gruppen von Baumarten:

  1. Laubbäume
    Laubholz Baumarten unterscheiden sich in ihrem Blattmerkmalen, der Blüten,  der Früchten,  der Rinde/Borke und nach ihren Knospen. Zur Gruppe der Laubbäume gehören sämtlich Klassen der Bedecktsamer (Angiospermae)
Laubholz Baum

2.Nadelhölzer
Merkmale des Nadelbaumes sind sein Nadelaufbau, seine Blüten, seine Zapfen und seine Rinde/Borke. Bei den Nadelbäumen (Koniferen) sind dies die Nacktsamern (Gymnospermae)

Nadelbaum im Schnee

Ahorn – Es gibt weltweit über 200 Arten der Gattung Acer. In Deutschland dagegen nur drei: der Spitz-, der Berg- und der Feld-Ahorn. Das Ahornholz wird oft in als Möbelholz genutzt.  Vor allem das Holz einiger hochwachsender Arten wie des Berg-Ahorns wird kommerziell genutzt.

Ahornbaum

Apfelbaum -Apfelbäume gehören zu den Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die heutigen Kultur-Apfelsorten stammen von der Wildform (Holz-Apfel) ab. Die Äste der Kultursorten sind im Gegensatz zu den der Wildform, dornenlos. Äpfel werden sowohl als Nahrungsmittel im Obstbau als auch zur Zierde angepflanzt. Das Holz des Kulturapfels hat einen hellrötlichen Splint und einen rotbraunen Kern. Es ist hart und zählt zu den heimischen Edelhölzern.

Apfelbaum

Birke – Die Birken (Betula) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Birkengewächse (Betulaceae). In Deutschland findet sich die vor allem die Weiß- oder Hänge-Birke. Das Sprichwort: „Der Frühling erwacht, hat die Birke ihr erstes Blatt erbracht“ will uns sagen, dass das Blühen der Birkenblätter Frühlingsanfang bedeutet. Das Holz der Birke ist gleichmäßig gelblichweiß, rötlichweiß oder hellbräunlich gefärbt. Es besitzt einen seidigen Glanz und die Sand- und Mooke-Birke wird in Mitteleuropa gerne kommerziel genutzt.

Birke Baum

[Rot-] Buche – Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist ein Laubbaum aus der Gattung der Buchen (Fagus). In Deutschland ist die Buche der häufigste Laubbaum mit einem Anteil von ca. 15% in den Wäldern. Der Name erklärt und bezieht sich auf die leicht rötliche Färbung des Holzes. Buchenholz ist ein hervorragendes Brennholz das sich durch sehr langes, starke Glutbildung und einen hohen Heizwert auszeichnet.

Buchenbaum

Eiche – Unter dem Begriff „Eiche“ gibt es zwei Arten. Die Stiel-Eiche und die Trauben-Eiche. Die Stieleiche (Quercus robur L.) wird auch gerne als die „Deutsche Eiche“ genannt. Das Kernholz hat eine hell- bis dunkelbraune Farbe. Das Eichenholz ist hart, zäh, sehr dauerhaft und gut zu verarbeiten. Es wird verwendbar als Bauholz, für Eisenbahnschwellen, für Pfähle. Im Innenausbau gerne als Parkett, für Treppen und als Möbelholz. Hochwertiges Eichenholz wird als Furnier und zum Fassbau verwendet. Die Stieleiche liefert auch ein hervorragendes Brennholz.

Eiche baum

Erle – Die Schwarz-Erle (Alnus glutinosa), ist ein mittelgroßer Laubbaum aus der Gattung der Erlen und gehört damit zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Die Erle hat ein besonderes Wurzelwerk und kann es lange unter Wasser aushalten. Auch ihr Holz ist gegen Fäulnis im Wasser unempfindlich. Das Erlenholz gehört zu den Splintholzarten. Das Holz ist zerstreutporig und die Jahrringe sind kaum sichtbar. Es verfärbt sich nach dem Fällen und wird Oxidation gelbrot. Es ist wenig fest, wenig elastisch und in etwa vergleichbar mit Lindenholz.

Erle Baum

Esche – Die Esche (Fraxinus excelsior) ist eine heimische und wirklich große Baumart. Sie erreicht eine Wuchshöhe von bis zu etwa 40 Metern und gehöhrt somit zu den höchsten Laubbäumen. Ihr Wasserverbrauch ist sehr hoch, so dass sie genügend Bodenfeuchtigkeit benötigt. Das Holz des Baumes ist ein sehr wertvolles Holz und wird als Massivholz in Form von Furnieren häufig eingesetzt. So auch für Küchen- und Wohnmöbel oder in gebogener Form für Sitzmöbel.

Esche Baum

Fichte – Die Fichten (Picea) gehören zur Pflanzengattung der Kieferngewächse (Pinaceae). In Mitteleuropa heimische Art ist die Gemeine Fichte (Picea abies). Sie ist das forstlich meist genutzte Nadelgehölz. Der Baum lässt sich anhand seiner Zapfen gut von der Tanne unterscheiden. Die Fichtenzapfen hängen am Ast herunter, die Tannenzapfen dagegen wachsen immer aufrecht. Ihr Holz findet Anwndung in der Papier- und Zellstoffherstellung, als Bau- und Möbelholz für den Innenbereich sowie die Nutzung als Brennholz. Zugleich ist es das wichtigste Holz für die Herstellung von Holzwerkstoffen wie Sperrholz, Leimholz und Spanplatten.

Fichte Baum

Kastanie – Bekannt sind die zwei Kastanienarten Ross-Kastanien und Edel-Kastanien, aber nur Edelkastanien (Castanea sativa) sind heimisch. Sie haben beide nur eine optische Ähnlichkeit ihrer Früchte und Samen, ohne dabei miteinander verwandt zu sein. Die Samen der Ross-Kastanie eignen sich nur zu Bastelarbeiten, die der Edel-Kastanie sind sehr schmackhaft und werden im Winter gern als „Maronen“verzehrt. Ihr Holz wird ebenfalls genutzt, ist aber weniger kommerziel verwendbar.

Kastanien Baum

Kiefer – Die Kiefern (Pinus) bilden eine Pflanzengattung von Nadelholzgewächsenin der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Man unterscheidet die Kiefer anhand ihrer büschelweise am Ast entspringenden Nadeln von der Fichte und der Tanne. Das Holz ist reich an Harz und eignet sich sehr gut als Brennmaterial. Es wird verwendet als Bau-und Möbelholz, sowie die Herstellung von Spanplatten. Ebenfalls im Hausbau für Dachkonstruktionen, Holzverkleidungen, Geländer und Treppen. Im Gartenbau sowie in der Spielzeugherstellung.

Kiefer Baum

Linde – Die Linde (Tilia) – Deutschlands beliebtester Baum mit großer kulturgeschichtlicher Bedeutung. Schon früh beliebt als Dorfmittelpunkt und als Alleebaum der schönsten romatischen Straßen Deutschlands. In der Holzverarbeitung kommen vor allem die Winterlinde, die Sommerlinde und die holländische Linde zur Verwendung. Das Lindenholz wird jeher in der Bildhauerei, zum Schnitzen und für Drechselarbeiten verwendet. Eingesetzt ebenso in der Möbelherstellung und als Imitation von Nussbaumholz.

Linde Baum

Tanne – Die Tannen (Abies) kommt aus der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Es gibt mehr als 40 Arten sowie etliche Gruppen hybriden Ursprungs oder Varietäten. Sie findet in der gesamten Nordhalbkugel und in Gebirgsregionen ihre Heimat. Ihre Zapfen wachsen aufrecht und zerfallen am Baum in einzelne Schuppen.
Da ihr Holz ähnliche Eigenschaften wie Fichtenholz hat, wird es zur Papier- und Zellstoffherstellung und für Bau-und Möbelholz sowie als Brennholz, genutzt.

Tanne Baum

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